Ellen

Die Fotografin Ellen Hempel

Spezialistin für Portraits, Hochzeiten und Madness

Vor ein paar Jahren gab es eine Phase, in der ich sehr viel daran setzen wollte, eine gut gebildete Programmiererin zu werden, das heißt, nicht nur in der Lage zu sein, Websites zu malen, sondern auch allumfänglich zu bauen. Ein paar Jahre tat ich das so voller Inbrunst, dass ich neben dem Job in der Webentwicklung sogar ein Studium im Bereich Medieninformatik begann.
Spätestens, als wir dazu aufgefordert waren, Mathe-Leistungskurs-Schwierigkeitsgrad ohne Taschenrechner auf Papier zu berechnen und ich merkte, dass pro JAVA-Kurs noch eine Schippe drauf gebuttert wurde, erkannte ich scharfsinnig, dass man persönliche Grenzen zwar durchaus überwinden, sich dabei aber dennoch Beine und Kreuz brechen kann.
Beim Überwinden von unmöglichen Grenzen fiel mir aber auch das Wichtigste auf:

Kämpfe, kämpfe, kämpfe,
aber mache nie etwas aus Dir, was Du nicht bist
und eigentlich gar nicht sein willst.

Seit ich denken kann, bin ich immer wieder in der Kunst aufgegangen. Ich schreibe, zeichne, male, singe, tanze und feiere mir die Liebe zum Leben aus dem Leib. Mal hier ein bisschen, dann da wieder.
Zur Foto- und zur Videografie allerdings fand ich stets zurück, wie die Ameisen den Zucker finden oder die Junkies den Stoff. Und gerade der Fotografie bin ich aus diversen Gründen passioniert verfallen, wie sonst keiner Profession.

„I’m passionate about the darkness in people
and pure innocent love.“

Am meisten haben mich immer Persönlichkeiten fasziniert. Menschen mit Charakter, Attitude, Unschönheiten, Eigenheiten, Naivitäten, Weichheiten, Zauber und Purheit. Wahre, zarte Liebe und überzeugte Liebende.
Fast noch ein wenig mehr kriegen mich allerdings Menschen mit Narben und dunklen Geheimnissen. Starke, gestandene Formate, die vor mir sitzend plötzlich aus Ihren Tiefen heraus anfangen zu weinen, mir Schmerzen, Aggressionen, rohe Zerrissenheit, Traurigkeit und wildeste Dunkelheiten offenlegen und mich dankbar für die raren klaren, ungeschönten Momente machen.
Die Fotografie als solches prädestiniert sich natürlich zum Experimentieren, es ist die „kreative Branche“, da gehört Spielen dazu. Aber das Menschsein am Menschen in seiner rudimentärsten Gestalt ist das, was mich vornehmlich motiviert, Bilder auf eine bestimmte Art und Weise zu machen.

Ich lauere auf den Moment, um zwischen Position A und Position B das angestrengte, aber ehrliche Lächeln einzufangen, das vielleicht nur für ein halbes Sekündchen aufblitzt. Ebenso weiß ich, dank meiner Obsession bezüglich menschlicher Geschichten und deren vollgefüllter Gefühlswelt, die nahezu immer großzügig um eine vielleicht banal alltäglich klingende Story umher wabert und Einfaches individuell und wunderbar macht, wie ich für die Momente vor der Kamera das von einem Menschen bekomme, was ich brauche, um ein authentisches Ergebnis zu erzielen.
Das gelingt mir auch nicht immer, ach, manchmal braucht man einfach Zeit miteinander und Geduld. Aber ob so oder so: Diese Zeit nehme ich mir ohne Wenn und Aber.

Ich bin „Generation Mediengestalterin“.

Ja, sogar aus der Zeit, wo dieser „Hype“ gerade in den Kinderschuhen steckte. Ich konnte noch via Napster Mucke ziehen und verbrachte meine halbe Ausbildungszeit im Lycos-Chat, bzw. 1-2 Jahre später im IRC mit anderen Mediengestaltern und vor allem Entwicklern – daher auch die innere Zerrissenheit, ob ich es nicht auch mit dem Programmieren aufnehmen könnte. Konnte ich nicht nicht, aber eben auch nicht besonders gut.
Über Umwege machte ich dann meinen Mediengestalter für Mediendesign und arbeitete viel zu viele Stunden für viel zu wenig Geld in der ersten Agentur meines Lebens. Da lernte ich, dass ich auch das auf gar keinen Fall als handfestes Lebensziel verfolgen sollte. Aber auch, dass mein Superskill irgendwas mit Bildern zu sein schien.
Das ist jetzt 10 Jahre her. Etwa um die Zeit kaufte ich auch meine erste DSLR, damals eine Canon 450D mit Kit-Objektiv: Das war Liebe auf den ersten Klick (sorry, trashy :D ).

Über die Jahre kamen einige Kameras und Objektive hinzu, ebenso handfeste Ideen darüber, was ich kann, was ich will und wieso. Ich begann, Barcamps zu fotografieren, später Firmenveranstaltungen, Poetry Slams und natürlich auch vorsichtig Einzelshootings. Als ich anfing mich zu trauen, also, aktiv auf Menschen zuzugehen, leckte ich ganz schnell Blut. Die Faszination übereiferte die Angst, es löste sich der Knoten und aus einem „Vielleicht“ wurde „Auf jeden Fall“. Ich fasste mir ein Herz und ließ mich 2013 für meine ersten Hochzeiten einbuchen, nachher für andere Events und vor allem für Portraits.

Seitdem ist viel passiert in meinem Leben, trotz ständiger Weiterentwicklung lag das Handwerk auch dann und wann brach, aber niemals der persönliche Glaube daran, niemals der Wille. Neben meiner inzwischen fast 4jährigen Selbstständigkeit arbeite ich unterdessen auch hauptberuflich seit einigen Jahren wieder im Bereich des Mediendesigns.
Neben einer Vielzahl an Hochzeits-, Portrait- und Familienshootings, agiere ich gar nicht so selten im Bereich der Businessfotografie. Meine freien Portraits sind meistens düster und ernsthaft, natürlich und ab und an witzig. Hochzeiten hingegen mag ich eher füllig, hell, positiv und manchmal ein bisschen melancholisch. Macht Euch einfach selbst ein Bild davon.
Ebenso habe ich ein großes Herz für Natur, der ich viel auf Reisen begegne. Im Besonderen präferiere ich eher die rauen Schönheiten im Norden der Welt, als die türkisen Strände des Südens. Die Street- und Moodfotografie gehen dann mit der Reisefotografie einher.
Ab und an unterstütze ich ehrenamtlich Organisationen, die sich für sozial Benachteiligte und gegen Rechtsextremismus einsetzen. Ein Beispiel für eine solche Organisation sind die Essener Falken.

Oh ja: Ich liebe die Melancholie und ihre Magie

Aus vielen meiner Bilder wird Euch vorsichtig eine romantische Melancholie umschleichen. Das ist keineswegs etwas Negatives, sondern eher so etwas wie „mein Ding“. Wer mich kennt, weiß um meine Verfallenheit gegenüber dem Nachdenklichen. Und wer mich noch besser kennt, weiß auch, dass ich nicht besonders gern darüber schreibe, was ich wann schon gemacht habe, Skills gehören nicht wie dicke Eier auf den Tisch. Ja, es ist gut, sich selbst zu vertrauen und der Welt sein Können darzubieten. Das mag eine sehr subjektive Sicht auf die Dinge sein, aber ich finde, und da schließt sich der Kreis, Magie ist magischer, wenn genug Raum für Fantasie und eigene Gedanken bleibt, um Bilder zu malen, nachher zu interpretieren und sich überraschen zu lassen.

Nichtsdestotrotz, ich wurde sehr häufig darauf hingewiesen, mehr über meinen Werdegang und den ganzen Kram zu erzählen. Dem bin ich hiermit nachgekommen und hoffe, Ihr könnt ein bisschen mehr erahnen, wer ich bin und wer ich vor allem für Euch sein kann.

Für mehr von mir, schreibt mir doch einfach. Ich freue mich immer, über (fast) alles.

Cheers,
Eure Ellen

"She's mad but she's magic. There's no lie in her fire."

~ Charles Bukowski

Apropos Spezialistin...

~ no words ~